Im Mittelpunkt steht der Mensch

Neue Strukturen, mehr Transparenz und ein verstärkter Einsatz moderne Technologien – das ist die Medizin von morgen. Die Weichen dafür werden in der Schweiz schon heute gelegt. Die Medizin der Zukunft ist eine auf jeden Patienten individuell zugeschnittene Versorgung, die unabhängig von Schicht und Einkommen jedem zugänglich ist.

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Eine hohe Lebensqualität bis ins hohe Alter, das wünscht sich wohl jeder. Dazu gehört auch ein einfacher und garantierter Zugang zur bestmöglichen medizinischen Versorgung. In der Schweiz scheint genau das gegeben – die Bevölkerung ist zufrieden mit ihrem Gesundheitssystem und wünscht sich kaum Veränderungen. Dennoch wird sich die Medizin wandeln müssen, um auch in Zukunft, ein optimale, auf den Patienten fokussierte Versorgung gewährleisten zu können.

Herausforderung jetzt annehmen
„Der Medizinstandort Schweiz zeichnet sich heute vor allem durch seine hohe Innovationsdichte aus“, sagt Professor Gregor Zünd vom UniversitätsSpital Zürich. Nur durch Innovationen können neue Produkte für eine präzisere Diagnostik und bessere Therapiemöglichkeiten angeboten werden. Davon profitiert nicht zuletzt die Schweizer Bevölkerung. „Die in hoher Qualität erbrachten Leistungen, ermöglichen uns eine hohe Lebensqualität und einer der höchsten Lebenserwartungen weltweit“, so Daniel Dauwalder vom Bundesamt für Gesundheit.
Immer älter werdende Patienten stellt das Gesundheitssystem jedoch auch vor neuen Herausforderungen. Chronische Krankheiten und Demenz werden in den kommenden Jahren zunehmen. Für Zünd stellt sich dabei eine entscheidende Frage: „Wie positionieren wir die Medizin, dass wir den gesellschaftlichen Anspruch einer hohen Lebensqualität gerecht werden?“. Für ihn sollte jeder, unabhängig von Einkommen oder sozialer Schicht die bestmögliche Medizin, die er in seinem konkretem Fall braucht, erhalten.

Ein erster Schritt dafür wurde mit der Gesamtschau Gesundheit2020 getan. Im Zentrum dieser gesamtpolitischen Strategie steht der Mensch, um seine Bedürfnisse soll das Gesundheitssystem weiterentwickelt werden.

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Der Patient kennt seine Akte
Die Weiterentwicklung erfolgt dabei auf vier Handlungsfeldern – Chancengleichheit, Transparenz, Versorgungs- und Lebensqualität. Mit insgesamt 36 Maßnahmen in allen Bereichen des Gesundheitssystems sollen diese gesichert und gestärkt werden.
Dabei muss sich auch der Patient aktiver in seine Behandlung einbringen. Mit der 2007 vom Bundesrat verabschiedeten Strategie eHealth Schweiz könnte dies gelingen. Diese legt den Fokus stark auf die Etablierung des elektronischen Patientendossiers, erklärt Dauwalder vom BAG. Die Patientenakte 2.0 gib einen Überblick über die wichtigsten medizinischen Daten einer Person. Wer welche Daten einsehen kann, bestimmt der Patient. Doch nicht nur der behandelnde Arzt kann diese einsehen, auch der Betroffen selbst. Für Professor Zünd ist dies auch zwingend notwendig, „der Patient muss wissen, welche gesundheitlichen Probleme ihn betreffen“. Je mehr er über sich weiß, umso mehr kann er sich in seine Behandlung einbringen und erhält so eine individuelle für ihn optimale Behandlung.

Anmerkung: Der Artikel erschien in ähnlicher Form in der Reflex-Beilage (Die Welt) Best of Siwtzerland 

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