Müllkippe statt Lebensraum

Geisternetze, Tragetaschen oder PET-Flaschen: Millionen Tonnen Kunststoff treiben auf den Weltmeeren. Die Verschmutzung des größten Lebensraums der Erde ist ein globales Problem – für Mensch, Tier und Umwelt. Um die Ozeane vom Abfall zu befreien, sind alle gefragt. Dabei geht es nicht nur um die Beseitigung des Mülls, sondern auch um Aufklärung und einen offenen Dialog.

10 Mio. t Abfall landen jedes Jahr im Meer; der Großteil besteht aus Kunststoff (© cc-by-sa)

10 Mio. t Abfall landen jedes Jahr im Meer; der Großteil besteht aus Kunststoff (© cc-by-sa)

Er liegt zwischen 135° und 155° westlicher Länge und zwischen 35° und 42° nördlicher Breite und bildet die wahrscheinlich größte zusammenhängende Müllhalde der Erde: Der Great Pacific Garbage ist eine riesige schwimmende Masse aus Abfällen, die zum größten Teil aus Kunststoff besteht. Ihre exakten Ausmaße sind bis heute nicht ganz bekannt. Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Müllteppich mittlerweile so groß wie Zentraleuropa ist. Und er wächst weiter, nicht nur im Nordpazifik.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) schätzt, dass sich heute zwischen 100 und 142 Mio. t Abfall in den Weltmeeren befinden. Dabei handelt es sich vor allem um Verpackungsmaterialien sowie um Abfälle aus Fischerei und Schifffahrt. Nach Angaben vom Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU), Berlin, kommen etwa 10 Mio. t Abfall jedes Jahr hinzu; etwa 75% bestehen aus Kunststoff.

Menü aus Kunststoff

„Kunststoff ist zu schade zum Wegwerfen, dennoch werden viele Abfälle unsachgemäß entsorgt oder deponiert“, erklärt Dr. Ingo Satorius vom Verband der Kunststofferzeuger in Deutschland PlasticsEurope Deutschland e.V., Frankfurt. Um die Meere von den Abfällen zu befreien und neue zu verhindern sind Politik, Industrie und Gesellschaft gefragt. Der Verband unterstützt und initiiert verschiedene Programme zur Abfallverwertung, gibt Information und leistet Aufklärung. Die Aktionen reichen von Schulprogrammen über Kooperationen mit Wassersportverbänden bis hin zu groß angelegten Initiativen.

Nach Angaben von NABU schwimmen an der Oberfläche gerade einmal 15% des Mülls, mehr als 70% sinken auf den Meeresboden und die restlichen 15% werden als Strandgut an die Küsten geschwemmt. Einmal im Meer bleiben die Abfälle dort über Jahrhunderte. Für die Meerestiere sind sie ein gefundenes Fressen. 2002 wurde in Schottland ein verendeter Zwergwal angespült. In seinem Bauch: 800 kg Kunststoff […]

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