Content-Workflow: Eins nach dem anderen

Hinter jedem guten Onlineauftritt steckt ein guter Content-Workflow. Dieser sollte nicht nur möglichst alle beteiligten Personen miteinbeziehen, sondern vor allem vorausschauend aufgebaut sein. So erspart man sich Stress und kann trotz Termindruck kreativ sein. 

Als Fachredakteurin in einem – sagen wir mal – überschaubaren Team bin ich Mädchen für alles. An oberster Stelle steht immer die nächste Printausgabe. Damit verdiene nicht nur ich meine Brötchen, sondern auch andere im Verlag. Da läuft die Online-Redaktion oft nebenbei. Hauptsache irgendwer erbarmt sich und stellt etwas online. Auch ich habe lange so agiert, zwei bis drei Meldungen am Tag sollen die User doch bitte glücklich machen.

Nach über zwei Jahren im Geschäft habe ich mittlerweile meinen Workflow für die Printausgabe gefunden. Mit dem bisherigen Modell der Online-Redaktion könnte ich also ziemlich entspannt arbeiten und die gewonnene Zeit anderweitig nutzen – Online-Shoing, Netflixen und irgendwie den Tag absitzen. Wer mich kennt, weiß, dass das nicht meine Art ist. Daher habe ich viel Gehirnschmalz in einen zielorientierten Content-Workflow für den Online-Auftritt meiner Redaktion gesteckt. Dieser besteht zunächst aus vier Schritten: sammeln, planen, erstellen und teilen.

1. Ideen sammeln

Ich plane immer für einen gesamten Monat. Der Inhalt ist natürlich nicht aus der Luft gegriffen Irgendwas sollte man sich dabei schon gedacht haben. Daher heißt es am Anfang: Ideen sammeln. Das versuche ich immer etwa zwei Monate davor, Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Inspiration finde ich unter anderem:

  • in meiner Themenplanung für den Newsletter
  • im Messekalender meiner Branche
  • im Rahmen von Aktions- und Feiertagen
  • bei einem Blick in die Geschichte (historische Ereignisse)

2. Content planen

Wenn ich das alles schön säuberlich aufgeschrieben habe, überlege ich, zu welchen Themen ich überhaupt etwas auf der Homepage publizieren möchte und in welche Form: Fachartikel, Themendossier, Basicbeitrag, Interview, Bildergalerie, Infografik, etc. Anschließend erstelle ich den Content-Plan für den jeweiligen Monat. Was fehlt? Richtig der Inhalt!

3. Content erstellen

Das heißt nicht, dass ich das alles auch selbst schreibe. Sondern ich gucke eigentlich immer zuerst in die vergangenen Printausgaben und lege fest, welche der Artikel sich auch für online eignet (Schlagwort: Contentrecycling). Oder ich frage jemandem aus meinem Autorennetzwerk. Und erst dann kommt Plan C: Ärmel hochkrempeln, recherchieren und selbst in die Tasten hauen.

4. Content veröffentlichen

Wie der Content dann auf die Seite kommt, ist eigentlich das geringste Problem. Einpflegen, Vorschau angucken und auf „veröffentlichen“ drücken. Der eigentliche Spaß kommt ja noch. Denn als Mädchen für alles ist man natürlich auch der Social-Media-Manager. Das heißt, ich teile alle Beiträge über die entsprechenden sozialen Netzwerke selbst. Dazu gehören in meinem Fall: Twitter, Xing und seit kurzem Instagram. Da hilft mir aber zum Glück meine Vorarbeit. Schon in den ersten beiden Schritten (Ideen sammeln und Content planen) kann ich recht gut festlegen, wann ich was über die sozialen Netzwerke teile.

Kreatives Chaos: Es hat niemand gesagt, dass mein Vorgehen schon perfekt ist. (Bild: Sofawissen/M. Ehrhardt)

Kreatives Chaos: Es hat niemand gesagt, dass mein Vorgehen schon perfekt ist. (Bild: Sofawissen/M. Ehrhardt)

Ein Gedanke zu „Content-Workflow: Eins nach dem anderen

  1. Pingback: Social Media: Das Schlaraffenland für Planungsfreaks | Sofawissen

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