Green Rush: Hanf im Glück

Hanf ist hip, gesund und dank Lebensmittel- und Kosmetik-Industrie überall legal verfügbar. Aber was ist dran an der aktuellen Hanf-Lust und ist der Hype um CBD-Öl & Co. gerechtfertigt?


Hi(gh) Sofawissen-Freunde,

auch ich bin in meinen jungen Jahren in den Genuss gekommen, einer entspannten Hanf-Runde beizuwohnen. Selbstverständlich nur als Zaungast – #KeineMachtdenDrogen. Alles was ich danach wollte, war eine ausgiebige Dusche, um meinem Körper vom Hanf-Geruch zu befreien – Kokosduft statt Grasgeflüster.

Hätte mir damals jemand gesagt, dass sich mit Cannabis auch außerhalb benachbarter Keller Geld verdienen lässt, ich hätte schon längst ein Hanf-Imperium aufgebaut. Andere waren beziehungsweise sind da deutlich cleverer gewesen. Und so findet sich heute von Tiefkühlpizza über Frischkäse bis hin zur Gesichtscreme in jedem Konsum-Segment Produkte, die mit Hanf „verfeinert“ wurden.

Der Green Rush beflügelt aber nicht nur Start-ups. Auch die großen Unternehmen wollen etwas vom grünen Glück abhaben. Ich habe mich gefragt, woher rührt dieser Hanf-Boom, welche Produkte sind hier besonders erfolgreich und ist das am Ende wirklich so harmlos wie Oregano? Dafür habe ich mich erneut – dankt mir später – in die Tiefen des Internets begeben und für euch die besten Texte und Videos rausgesucht, die das Thema nicht nur beleuchten, sondern auch hinterfragen.

Viel Spaß beim Angucken und Lesen!


Woher rührt der Cannabis-Boom?

Bis vor einigen Jahren genoss Hanf ein eher mittelprächtiges Image – von Kiffern geschätzt, von der Gesellschaft als Einstiegsdroge abgestempelt. Dabei war der medizinische Nutzen der Pflanze auch schon damals bekannt. In Deutschland ist medizinisches Cannabis erst seit 2017 erlaubt. Deutlich früher dran waren hier die Kanadier, für medizinische Zwecke hatte Land die Droge schon 2001 zugelassen. Die Nordamerikaner waren es auch, die den Cannabis-Boom 2018 schließlich auslösten. Als erste Industrienation ließ Kanada Cannabis auch zur „Erholung“ für Personen ab 19 Jahren zu.

Knapp drei Jahre später hat sich daraus ein lukrativer Markt entwickelt. Und wer darf dabei nicht fehlen? Richtig Snoop Dogg. Der Rapper hat unter anderem in die deutsche Santy Group investiert. Nicht der einzige prominente Unterstützer des jungen Unternehmens, dazu gehören unter anderem: Will.i.am, Mario Götze sowie Klaas Heufer-Umlauf. Das 2018 gegründete Start-up fokussiert sich aber nicht auf medizinisches Cannabis, sondern adressiert noch einen deutlich lukrativeren Markt. Dann das zweite große Thema der Berliner ist CBD. Das heißt, Kosmetik, Wohlfühl-Produkte und Hanf-Extrakte in Nahrungsergänzungsmitteln.

Binge Wissen Cannabis Boom


CBD-Produkte: Hanf soweit das Auge reicht

Obwohl in der Cannabis-Pflanze über hundert Cannabinoide enthalten sind, ist sie vor allem wegen zwei Wirkstoffen berühmt: Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD). THC wirkt berauschend und aktivierend – aus diesem Grund wird Cannabis als Droge, aber auch als Arzneimittel genutzt. Der Wirkstoff Cannabidiol (CBD) hingegen ist nicht psychoaktiv. Es sind vor allem beruhigende, entspannende und entzündungshemmende Wirkungen beschrieben.
Dementsprechend groß ist die Auswahl an Produkten und Darreichungsformen.

CDB gibt es unter anderem als:

  • Öl
  • Handcreme
  • Kosmetik-Gummibärchen
  • Tee
  • Kapseln
  • Sprays
  • Konzentrate

Im Supermarkt: Hanf ist das neue Salz

Während ich bei alternativer Medizin eher abschalte, werde ich bei einem anderen Thema umso hellhöriger: Lebensmittel. Und auch hier begegnet uns immer häufiger Hanf. Egal ob Pizza, Frischkäse, Pesto, Brotaufstrich oder Schokolade – gefühlt jeder große Lebensmittelkonzern hat mindestens ein Lebensmittel mit Hanf auf dem Markt.

Eins vorweg: In der Regel handelt es dabei um Nutzhanf. Das heißt, auch die La Mia Grande Rindersalami mit Hanf hat keine berauschende Wirkung. Außer vielleicht beim Geschmack. Allerdings kann ich persönlich nicht viel dazu sagen, ob wir beim Verzehr im Mund einen Geschmacks-Rausch erleben. Falls hier jemand Erfahrung hat, so kann er das gerne in den Kommentaren mitteilen.

Binge Wissen Hanf in Lebensmitteln


In der Drogerie: Hanf auf meiner Haut

Wir alle wissen, wahre Schönheit kommt von außen. Denn nur in einer schönen Hülle wohnt auch ein gesunder Geist. Cannabis kann hierbei auf zweierlei Wegen helfen. Die erste Variante ist, sich einfach schön zu kiffen beziehungsweise erst ab dem richtigen Rauschlevel in den Spiegel zu gucken. Leider nicht legal, daher vergessen wir die Idee ganz schnell wieder.

Die zweite Variante ist jedoch nicht weniger kostspielig: Hanf-Kosmetik. Die Grundlage dafür bildet die Nutzpflanze Cannabis Sativa. Ihre Samen sind die Basis für Hanföle, die unter anderem in der Kosmetikbranche zum Einsatz kommen – zum Beispiel in Lippenpflege, Gesichtscremes, Zahnpaste, Duschgel, etc.

Binge Wissen Hanf-Kosmetik


Nachgefragt: Ist der Hanf-Hype berechtigt?

Warum verkaufen sich Produkte aus Hanf wie frische warme Semmeln? Zum einen liegt es sicherlich an dem guten Marketing der Unternehmen. Aber nicht nur, denn hinter dem Hanf-Hype stecken auch Belege. Insbesondere die Hanfsamen liefern gesunde Fette, hochwertiges Eiweiß, Vitamine (Vitamin E) und Mineralstoffe (Zink).

Aber wie immer gilt: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Zwar ist der THC-Gehalt mit 0,2 Prozent sehr gering, dennoch können hanfhaltige Lebensmitteln, auch höhere THC-Werte aufweisen. Gerade bei Vielverzehrern, Kindern oder Schwangeren seien dadurch gesundheitliche Beeinträchtigungen möglich.

Binge Wissen Hanf-Hype auf dem Prüfstand

 

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