Archiv der Kategorie: Fashion

Shein: Die neue Fast-Fashion-Supermacht

Europas Fashion-Jugend versinkt in einem Berg aus chinesischer Wegwerfmode. Das liegt nicht an irgendwelchen neuen Schüleraustauschprogrammen, sondern an dem Onlinehändler Shein. Das Label lässt selbst Zara, H&M und Co. in Sachen Fast Fashion alt aussehen.

Alles muss raus! Bei Shein offenbar auch die Moralvorstellungen
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Fast Fashion: Nachhaltigkeit neu gedacht

Der Corona-Lockdown treibt die Menschen massenhaft zum Einkaufen ins Internet. Der Onlinehandel legt deutlich zu. Insbesondere die Umsätze der Fast-Fashion-Unternehmen steigen weiter. Aber wie lange noch? Der Verbraucher fordert mehr Nachhaltigkeit und ist doch selbst das Zünglein an der Waage.

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Fashion: Kunststoffe in nachhaltiger Sportmode

Nachhaltige Sportbekleidung ist längst zu einem Trend mutiert. Gab es bis vor einigen Jahren ein paar ausgewählte kleine Unternehmen, betreten heute immer mehr Player das Spielfeld. Aber was daran ist nachhaltig? Kleiner Spoiler: Die Materialien sind es in der Regel nicht. 

Läufer dehnt sich Schmuckbild, Pixabay)

Nachdem ich dieses Jahr bereits über 293 Kilometer (Stand 22. Juni 2020) quer durch München gejoggt bin, ist es an der Zeit für eine neue Laufhose. Und nachdem der Nachhaltigkeitstrend auch die Sportmode erreicht hat und auch ich ab und an das Gefühl habe, ich könnte durchaus einen kleinen Beitrag für die Umwelt leisten, lasse ich mich gerne von einem der selbst ernannten grünen Labels überzeugen. Dabei sind Preis und Optik tatsächlich zweitrangig. Das aktuelle Modell ist von Tchibo, schwarz, kostet 17,99 Euro und besteht aus Polyester sowie Elasthan. In beiden Fällen handelt es sich offensichtlich um Kunststofffasern und hat mit Nachhaltigkeit relativ wenig zu tun.

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Fast Fashion: Polyester all over me

Immer mehr, immer öfter, immer billiger! Fast Fashion bringt die Mode von den Laufstegen in New York, Mailand und Paris in die H&Ms, Zaras und Primarks um die Ecke. Das Fashionista-Herz schlägt höher, die Umsätze steigen. Problem: Diese Entwicklung haben wir nicht etwa einer tollen Maschine oder Wundernaturfaser zu verdanken. Nein, das Zaubermittel der Modeinsdustrie heißt Polyester. Und das hält auch ungetragen noch lange was es verspricht.

60 neue Kleidungsstücke kauft sich jeder Deutsche im Jahr (© Pixabay)

60 neue Kleidungsstücke kauft sich jeder Deutsche im Jahr (© Pixabay)

Etwa 60 Kleidungsstücke kauft jeder Deutsche durchschnittlich pro Jahr. Mehr als ein Teil pro Woche. Für 60 neue Teile braucht Kessy kein Jahr, nur mehr Sendzeit: eine Bluse für 13 Euro, ein Pullover für acht Euro, ein T-Shirt für drei Euro – 13 Kleidungsstücke präsentiert die junge Frau in knapp 13 Minuten. Hinzu kommen Ohrringe, Haarbänder, Schminkutensilien und weiterer Krimskrams. 

„Haul“ heißt das Videoforamt, bei dem YouTuber ihre jüngsten Schnäppchen-Ausbeuten präsentieren. Wie die Kampfpreise zustande kommen, scheint dabei nebensächlich – Quantität statt Qualität. Das Prinzip Wegwerf-Mode funktioniert, nicht zuletzt auch weil die meisten Musthaves aus Polyester bestehen. Während Plastiktüten, Kunststoffverpackungen und Coffee-to-go-Becher heute als Ökosünde gelten, enthalten fast 60 Prozent der Kleidung mittlerweile Polyester.

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Die Natur als Vorbild: Künstliche Spinnenseide für Textilien

Robust, elastisch und belastbar: Aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften ist Spinnenseide ein Material, das für Biologen und Produktentwickler gleichermaßen interessant ist. Einem deutschen Unternehmen ist es gelungen, die Faser künstlich herzustellen. Unter dem Namen „Biosteel“ ist sie für den Einsatz in Hightech-Textilien vorgesehen, etwa für Sport, Medizin und Militär.

Performance-Schuh aus Biosteel: Der Futurecraft Biofabric ist der erste Schuh aus der künstlichen Spinnenseide (© Instagram/Adidas)

Performance-Schuh aus Biosteel: Der Futurecraft Biofabric ist der erste Schuh aus der künstlichen Spinnenseide (© Instagram/Adidas)

Spinnen sind Seidespezialisten. Jede der über 41 000 Arten hat ein eigenes Set an Seidenfäden zur Verfügung. Spinnenseiden können fester als Stahl und dehnbar wie Gummi sein. Sie sind vollständig recycelbar, leicht und wasserfest, besitzen aber trotzdem ein hohes reversibles Wasseraufnahmevermögen.

Da Spinnen sich als Zuchttiere nicht eignen, war eine industrielle Fertigung solcher Fäden lange nicht möglich. Daher wurden seit den 1980er-Jahren Anstrengungen unternommen, die Erbinformation der Spinnenseide in industriell produzierbare Mikroorganismen wie Hefen oder Bakterien einzubauen und so Spinnenseidenproteine biotechnologisch herzustellen.

Die Art und Weise, wie Spinnen ihre Netze bauen, faszinierte auch Prof. Thomas Scheibel, Leiter des Lehrstuhls für Biomaterialien der Universität Bayreuth und Gründer der AMSilk GmbH in Planegg bei München. Der Biochemiker setzte sich in den Kopf, die chemischen und mechanischen Prozesse, die beim Erzeugen der Seidenfäden ablaufen, zu erforschen und technisch nachzuahmen – mit Erfolg. Scheibels Team gelang es 2008 zusammen mit Arbeitsgruppen von TUM-Professor Andreas Bausch und Horst Kessler vom Institute for Advanced Study der TUM erstmals, einen künstlichen Spinnkanal zu bauen […]

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