Archiv der Kategorie: Themen

Fashion: Kunststoffe in nachhaltiger Sportmode

Nachhaltige Sportbekleidung ist längst zu einem Trend mutiert. Gab es bis vor einigen Jahren ein paar ausgewählte kleine Unternehmen, betreten heute immer mehr Player das Spielfeld. Aber was daran ist nachhaltig? Kleiner Spoiler: Die Materialien sind es in der Regel nicht. 

Läufer dehnt sich Schmuckbild, Pixabay)

Nachdem ich dieses Jahr bereits über 293 Kilometer (Stand 22. Juni 2020) quer durch München gejoggt bin, ist es an der Zeit für eine neue Laufhose. Und nachdem der Nachhaltigkeitstrend auch die Sportmode erreicht hat und auch ich ab und an das Gefühl habe, ich könnte durchaus einen kleinen Beitrag für die Umwelt leisten, lasse ich mich gerne von einem der selbst ernannten grünen Labels überzeugen. Dabei sind Preis und Optik tatsächlich zweitrangig. Das aktuelle Modell ist von Tchibo, schwarz, kostet 17,99 Euro und besteht aus Polyester sowie Elasthan. In beiden Fällen handelt es sich offensichtlich um Kunststofffasern und hat mit Nachhaltigkeit relativ wenig zu tun.

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Röntgenstrahlen: Wie ein Zufall die Medizin veränderte

Als Wilhelm Conrad Röntgen im November 1895 in seinem Labor spät abends noch arbeitet, ahnt er vermutlich nicht, dass ihm diese Nacht sechs Jahr später den Nobelpreis einbringen wird. Denn eher zufällig entdeckt der Physiker die später nach ihm benannte Röntgenstrahlung und legt damit den Grundstein für die bildgebende Diagnostik.

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Biokunststoffe: Grün ist meist nur das Gewissen

Nicht erst durch den Vorstoß der EU sind Kunststoffe in Verruf geraten. Für die Industrie heißt das: Ersatzprodukte müssen her, zum Beispiel in Form von Biokunststoffen. Aber ist die grüne Alternative auch wirklich immer die nachhaltigste Lösung?

Allein in Deutschland werden jährlich rund 3,1 Mrd. Kapseln verbraucht.

Allein in Deutschland werden jährlich rund 3,1 Mrd. Kaffeekapseln verbraucht.

Ja, auch ich besitze einer diesen bösen Kapselmaschinen. Und nach jedem neuen Ladenbesuch stieg das schlechte Gewissen. Vor allem, weil ich auch zu den faulen Menschen gehöre und die Kapseln nicht richtig entsorge. Schande über mein Haupt. Also was tun? Die Maschine wegschmeißen, ist nun auch keine Option. Zum einen hat das gute Teil Geld gekostet und zum anderen ist unnötiger Elektroschrott auch nicht die Lösung. Im Idealfall fängt man ja immer an der Wurzel des Problems an. Womit wir wieder bei der Kapsel wären.

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Fast Fashion: Polyester all over me

Immer mehr, immer öfter, immer billiger! Fast Fashion bringt die Mode von den Laufstegen in New York, Mailand und Paris in die H&Ms, Zaras und Primarks um die Ecke. Das Fashionista-Herz schlägt höher, die Umsätze steigen. Problem: Diese Entwicklung haben wir nicht etwa einer tollen Maschine oder Wundernaturfaser zu verdanken. Nein, das Zaubermittel der Modeinsdustrie heißt Polyester. Und das hält auch ungetragen noch lange was es verspricht.

60 neue Kleidungsstücke kauft sich jeder Deutsche im Jahr (© Pixabay)

60 neue Kleidungsstücke kauft sich jeder Deutsche im Jahr (© Pixabay)

Etwa 60 Kleidungsstücke kauft jeder Deutsche durchschnittlich pro Jahr. Mehr als ein Teil pro Woche. Für 60 neue Teile braucht Kessy kein Jahr, nur mehr Sendzeit: eine Bluse für 13 Euro, ein Pullover für acht Euro, ein T-Shirt für drei Euro – 13 Kleidungsstücke präsentiert die junge Frau in knapp 13 Minuten. Hinzu kommen Ohrringe, Haarbänder, Schminkutensilien und weiterer Krimskrams. 

„Haul“ heißt das Videoforamt, bei dem YouTuber ihre jüngsten Schnäppchen-Ausbeuten präsentieren. Wie die Kampfpreise zustande kommen, scheint dabei nebensächlich – Quantität statt Qualität. Das Prinzip Wegwerf-Mode funktioniert, nicht zuletzt auch weil die meisten Musthaves aus Polyester bestehen. Während Plastiktüten, Kunststoffverpackungen und Coffee-to-go-Becher heute als Ökosünde gelten, enthalten fast 60 Prozent der Kleidung mittlerweile Polyester.

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SofaWiki: Mikroplastik

Mikroplastik ist klein, das ist kein Geheimnis. Ein Mikroskop braucht ihr dafür trotzdem nicht. Ihr erkennt es – je nach Sehstärke – als feine Kügelchen in eurem Peeling oder Duschgel. Was sind einfach nur kleine Kunststoff-Partikel und ab wann sprechen wir von Mikroplastik? Wo in unserem Alltag begegnet es uns? Das will ich euch mit diesem SofaWiki kurz erklären*.

Na wenn's hilft: Mikroplastik in Peeling (© sofawissen.com)

Na wenn’s hilft: Mikroplastik in Peeling (© sofawissen.com)

Eine einheitliche Definition für Mikroplastik gibt es nicht. Im internationalen Meeresschutz hat man sich auf folgende geeinigt: Mikroplastik sind Kunststoff-Partikel mit einem Durchmesser oder einer Länge von fünf Milimeter und weniger. Also Kügelchen, Fragmente oder auch Fasern. Flüssige, wachs- und gelartige synthetische Polymere beinhaltet diese Beschreibung von Mikroplastik oftmals nicht.[1]

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