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Wie Dr. Watson seine Zauberkraft verlor

Mithilfe von Daten und Künstlicher Intelligenz sollen Krankheiten nicht nur schneller diagnostiziert, sondern auch effektiver behandelt werden. Vor allem IBM rührt dabei ordentlich die Werbetrommel. Nun kommt raus: Das Märchen vom fabelhaften Dr. Watson muss womöglich neu geschrieben werden.

Meister der künstlichen Zuberei: IBMs Watson © Pixabay

Meister der künstlichen Zuberei: IBMs Watson © Pixabay

Das Gute an Märchen ist, sie müssen nicht wahr sein. Und trotzdem eröffnen sie uns eine Welt, in der Fleiß und Gutmütigkeit stets belohnt werden, die Bösen am Ende ihre gerechte Strafe erhalten und der Prinz und das tapfere Mädchen glücklich bis ans Ende ihrer Tage leben. Die sind wahrscheinlich immer noch nicht gezählt sind, denn in Märchen gibt es keine Krankheiten – zumindest keine unheilbaren. Aber wenn, dann käme der große Zauberer Dr. Watson und würde jedes noch so hartnäckige Geschwür mit seiner Medizin besiegen. Aber Watson zaubert nicht mit Reagenzien und Feenstaub – die Kinder von heute sind da etwas anspruchsvoller. Nein, der große Watson heilt mithilfe von Daten und Künstlicher Intelligenz (KI). Damit ist er nicht nur schneller, sondern auch exakter als seine kleinen Arzt-Freunde.

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„Ein Datenberg allein hilft niemandem“

© Pixabay

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Big Data in der Medizin geht weit über das Sammeln und Analysieren komplexer Daten hinaus. Es ist das Versprechen auf eine bessere und vor allem persönlichere Behandlung, unabhängig von Patient und Erkrankung. Bisher ist das kaum mehr als eine schöne Vorstellung. Julia Hagen, Referentin für Health & Pharma beim Digitalverband Bitkom, erklärt im Interview, wie diese Realität werden kann.

Wie wird Big Data die Medizin verändern?

Julia Hagen: Big Data bietet vielseitige Möglichkeiten für die Medizin. Ein Beispiel ist die Forschung, wo wir durch die Verknüpfung unterschiedlicher Daten neue Erkenntnisse gewinnen können. Wir sind heute in der Lage, große Datenmengen zu analysieren und auf diese Weise Muster zu erkennen und Hypothesen zu entwickeln, auf die wir ansonsten nicht gestoßen wären. Das wird der Medizin helfen, die Entstehung von Krankheiten besser zu verstehen und diese so früher zu erkennen. Auch in der Verknüpfung von Forschung und Therapie kann sich ein direkter Mehrwert für Patienten ergeben.

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