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Insulin auf Pump: So verändert die Elektronik die Diabetestherapie

In der Medizin hat jeder sein Päckchen zu tragen. Für Diabetiker galt das lange nicht nur sprichwörtlich. Denn die ersten Insulinpumpen hatten die Größe eines Rucksacks. Moderne Geräte sind deutlich kleiner, leichter und präziser. Die nächste Stufe: die künstliche Bauchspeicheldrüse.

Schon lange bevor die ersten Insulinpumpen auf dem Markt kamen, gab es Bemühungen um eine Insulinzufuhr, die der von Nichtdiabetikern entspricht. Aber die Geräte waren kaum für den Alltag geeignet. Berühmt ist das Bild von Arnold Kadish aus dem Jahr 1963. Es zeigt den Arzt aus Los Angeles mit einer Insulinpumpe in der Größe eines Rucksacks. Diese führte Insulin und Glukagon intravenös zu.

Die Therapie mit Insulinpumpen, wie wir sie heute kennen, begann Mitte der 1970er Jahre. Forscher in Großbritannien und Frankreich begannen, mit batteriebetriebenen Spritzenpumpen das Insulin kontinuierlich über einen Katheter dem Unterhautfettgewebe zuzuführen. Aufgrund ihrer Größe und Gewichts (bis zu 250 g) ließen die Geräte in Bezug auf den Tragekomfort viele Wünsche offen. 1985 brachte schließlich Disetronic (seit 2003 Ypsomed) die weltweit erste tragbare Insulinpumpe auf den Markt.

Wie funktioniert eine Insulinpumpe?

Die Insulinpumpentherapie ist vom Prinzip her eine ICT (intensivierte Insulintherapie, das heißt basaler und Bolus-Insulinbedarf wird getrennt betrachtet). »Die Geräte geben 24 Stunden am Tag eine individuell einstellbare Basalrate und nach Bedarf mehrere Bolusgaben ab«, erklärt Julian Stressig, Mediensprecher bei Ypsomed. Die Insulinpumpe imitiert sozusagen die Funktion der Bauchspeicheldrüse, die bei Diabetikern nicht mehr genügend oder gar kein Insulin produziert.

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»Wir brauchen keinen Formalismus, sondern endlich Klarheit«

Knapp sieben Monate vor Geltungsbeginn löst die MDR noch immer großen Unmut in der Branche aus. Ungenaue Definitionen, zu wenig Zeit und viel zu wenig Beannte Stellen sind dabei die größten Kritikpunkte. Zurecht? Darüber habe ich auch mit Dr. Bassil Akra vom Tüv Süd gesprochen.

Mehr Sicherheit für die Patienten. Das ist das erklärte Ziel der im Jahr 2017 eingeführten neuen europäischen Medizinprodukteverordnung (MDR), die ab Mai 2020 für alle Medizinprodukte innerhalb der EU gelten soll. Doch die Stimmen häufen sich, dass das kaum zu schaffen ist und am Ende gar mit Engpässen zu rechnen ist. Die EU – so scheint es – reguliert am Bedarf der Branche völlig vorbei. Aber wie kann das sein?

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Elektrozeutika: Fragen Sie Ihren Arzt oder Elektroniker

Die bioelektronische Medizin verspricht Behandlungserfolge, auch dann noch, wenn Medikamente nicht mehr wirken. Zunutze macht sie sich dabei den Körper selbst. Außer Verbesserungen soll der Patient so gut wie nichts davon mitbekommen – Elektroschocks ganz ohne Nebenwirkungen?

Das Elektrozeutika-Prinzip: Strom statt Pillen (© Pixabay)

Das Elektrozeutika-Prinzip: Strom statt Pillen (© Pixabay)

Defekte Elektrogeräte, Leitungen oder schlecht isolierte Kabel – das alles sind Auslöser für Stromschläge. Meistens kommt man nach einem Stromschlag mit einem Schrecken davon, manche können aber auch zum Tod führen. Die meisten davon, 80 bis 90 Prozent, passieren im Haushalt. Die restlichen werden durch Starkstrom oder Hochspannung verursacht. Etwa durch Berührung von Überland- und Freileitungen. Im Gegensatz zu Starkstrom hat der Strom aus der Steckdose zu Hause mit 230 Volt nur Niederspannung – und eine Stromstärke von 50 Milliampere, wenn der Strom durch den Körper fließt. Wenn man beispielsweise einen Föhn einschaltet, beginnt der Strom zu fließen. Ist da ein Kabel oder eine Leitung beschädigt, kann es gefährlich werden Denn dann gerät der Mensch in den Stromfluss zwischen Gerät und Erde. Die Folge: Der Strom folgt seinem natürlichen Instinkt und will trotz Hindernis die Erdung erreichen. Und das tut er dann durch den Körper des Menschen. Wer Glück hat, kommt mit einem kurzen heftigen Schlag davon, einem sogenannten »Wischer«. Wenn der Strom aber von der Hand über das Herz zum Boden fließt, können lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen auftreten. Im schlimmsten Fall versagt das Herz-Kreislauf-System. Möglich ist auch ein Atemstillstand, bei dem die Lungenmuskulatur verkrampft.

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