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Doping aus dem Vollautomaten

Kaffee, Latte Macchiato, Cappuccino, Espresso – mit oder ohne Zucker. Ich bin ein Kaffeejunkie.Und während ich gerade meinen Filterkaffee aus meiner wunderschönenen Audrey Hepburn Tasse trinke, machen das 2314 andere hierzulande auch. Denn laut Kaffeereport trinken die Deutschen pro Sekunde 2315 Tassen Kaffee, durchschnittlich vier Tassen pro Tag.

Morgens, mittags, abends – ohne Kaffee geht bei mir eigentlich nichts. Am besten schmeckt er natürlich aus meiner Audrey-Tasse (© sofawissen.com)

Morgens, mittags, abends – ohne Kaffee geht bei mir eigentlich nichts. Am besten schmeckt er natürlich aus meiner Audrey-Tasse (© sofawissen.com)

Ohne meine morgentliche Dosis Koffein geht eigentlich gar nichts. Dementsprechend überrascht bin ich, wenn ich bei Leuten zu Besuch bin, die keine Maschine – ja noch nicht mal einen Handfilter – haben. Was stimmt mit euch nicht? Für solche Fälle hab ich jetzt immer Kaffeesticks dabei. Gut, man könnte auch gleich sein Leitungswasser einfärben; geschmacklich macht das wahrscheinlich keinen Unterschied. Aber um an meiner Tagesroutine festzuhalten, ist das erstmal die einfachste Alternative.

Energiekick oder Nährstoffräuber?

Auch vor dem Sport trinke ich gerne ein Tässchen. An der Wirkung von Kaffee scheiden sich jedoch die Geister. Während manche Sportler auf eine Tasse Kaffee vor dem Joggen zur Leistungssteigerung schwören, haben andere Läufer Bedenken, dass mögliche Nebenwirkungen dem Trainingserfolg im Wege stehen.

Fakt ist, Koffein stimuliert das Nervensystem und hält wach, indem es die Produktion des Hormons Noradrenalin anregt. Etwa 30 Minuten nach dem Kaffeegenuss erreicht das Alkaloid aus der Stoffgruppe der Xanthine seine maximale Wirkung. Eine Tasse eine halbe Stunde vor dem Joggen kann also Kraft und Ausdauer während des Laufens verbessern. Auch nach dem Training hat die Tasse Kaffee durchaus einen positiven Effekt: Das Koffein hilft dabei, Energie im Muskel zu speichern.

Buntes Leitungswasser schmeckt wahrscheinlich auch nicht anders. Eine Alternative zu echtem (!) Kaffee sind die Sticks nicht wirklich, aber immer noch besser als gar kein Kaffee (© sofawissen.com)

Buntes Leitungswasser schmeckt wahrscheinlich auch nicht anders. Eine Alternative zu echtem (!) Kaffee sind die Sticks nicht wirklich, aber immer noch besser als gar kein Kaffee (© sofawissen.com)

Ob Kaffee allerdings auch den langfristigen Trainingseffekt steigert, ist bislang nicht geklärt. Daher wird er sich als Dopingmittel wohl nicht durchsetzen. Vielleicht auch besser so. Denn wie immer gilt: Zu viel davon ist auch nicht gesund.

Für die nächste Party hab ich jetzt noch was aus der Kategorie „Unnützes Wissen“. Bis 2004 stand Koffein sogar auf der auf der Antidopingliste der Welt-Antidoping-Agentur (WADA). Damit ein Sportler gesperrt wurde, mussten beim Dopingtest jedoch ziemlich große Mengen (12 mg pro Liter Urin) nachgewiesen werden.