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SofaWiki: Mikroplastik

Mikroplastik ist klein, das ist kein Geheimnis. Ein Mikroskop braucht ihr dafür trotzdem nicht. Ihr erkennt es – je nach Sehstärke – als feine Kügelchen in eurem Peeling oder Duschgel. Was sind einfach nur kleine Kunststoff-Partikel und ab wann sprechen wir von Mikroplastik? Wo in unserem Alltag begegnet es uns? Das will ich euch mit diesem SofaWiki kurz erklären*.

Na wenn's hilft: Mikroplastik in Peeling (© sofawissen.com)

Na wenn’s hilft: Mikroplastik in Peeling (© sofawissen.com)

Eine einheitliche Definition für Mikroplastik gibt es nicht. Im internationalen Meeresschutz hat man sich auf folgende geeinigt: Mikroplastik sind Kunststoff-Partikel mit einem Durchmesser oder einer Länge von fünf Milimeter und weniger. Also Kügelchen, Fragmente oder auch Fasern. Flüssige, wachs- und gelartige synthetische Polymere beinhaltet diese Beschreibung von Mikroplastik oftmals nicht.[1]

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Schluss mit Zurückhaltung

Verpacker, Maschinen- und Folienhersteller diskutierten an den Freisinger Tagen am Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV über Möglichkeiten und Grenzen des Recyclings von Lebensmittelverpackungen. Dabei gilt: Was technisch möglich ist, darf nicht an Kosten und politischen Vorgaben scheitern.

Praktisch, aber leider nicht sehr umweltfreundlich: Damit Ellen MacArthurs Warnung nicht wahr wird, sind alle gefragt – Rohstoffhersteller, Verpacker sowie Politik und Verbraucher (© Messe Düsseldorf)

Praktisch, aber leider nicht sehr umweltfreundlich: Damit Ellen MacArthurs Warnung nicht wahr wird, sind alle gefragt – Rohstoffhersteller, Verpacker sowie Politik und Verbraucher (© Messe Düsseldorf)

Ellen MacArthur wirkt eher unscheinbar. Die britische Seglerin und Umweltschützerin gehört nicht zu den Frauen, die auf den ersten Blick nach Aufmerksamkeit schreien. Und doch muss MacArthur nicht einmal einen Raum betreten, um präsent zu sein. Zu beobachten war das unter anderem bei der Veranstaltung „Lebensmittelverpackungen im Kreislauf“ des Fraunhofer-Instituts für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV und der Imdustrievereinigung für Lebensmitteltechnologie und Verpackung (IVLV) vom 21. bis 22. Februar 2017 in Freising. MacArthurs Behauptung, dass 2050 mehr Kunststoff als Fisch in unseren Meeren schwimmt, hallt in der Branche auch ein Jahr nach ihrem Auftritt beim Weltwirtschaftsforum in Davos nach.

40 Konzerne haben Anfang 2017 eine Absichtserklärung unterzeichnet: Sie wollen weniger und umweltfreundlicheren Kunststoff einsetzen. Und stellen klar, dass 20 % der weltweiten Kunststoffproduktion mit Gewinn wiederverwertet und weitere 50 % recycelt werden könnten, statt auf Müllkippen oder in den Gewässern zu landen. Neben Coca Cola, Danone oder Dow Chemical gehört auch Unilver zu den Mitgliedern der Initiative. Der Konsummittelhersteller geht sogar einen Schritt weiter und verpflichtet sich bis 2025 nur noch 100 % wiederverwendbare, recyclingfähige oder kompostierbare Verpackungen zu verwenden.

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Zu intelligent für die Sortieranlage

Durch den Einsatz aktiver Komponenten werden Verpackungen mit Eigenschaften ausgestattet, die über ihre herkömmlichen Funktionen hinausgehen. So schützen Sauerstoffabsorber das Produkt vor Verderb und Indikator-Etiketten sollen den Zustand von Produkten anzeigen. RFID-Kennzeichnungen dienen als Diebstahlsicherung und Informationsträger. Was für den Inhalt und letztendlich für den Verbraucher positiv ist, kann beim Recycling Probleme bereiten […]

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Von der Grundlagenentwicklung zur täglichen Anwendung

Rund 60 Teilnehmer folgten der Einladung zum Engel Spritzgießforum 2017. Im Mittelpunkt der zweitägigen Veranstaltung standen die Themen Auslegung, Optimierung und Überwachung. Dabei zeigte sich, über die Wettbewerbsfähigkeit entscheidet nicht zuletzt auch die kontinuierliche Weiterentwicklung der Grundlagen.

Eindrücke aus der Produktion (© Hanser/M. Ehrhardt)

Eindrücke aus der Produktion (© Hanser/M. Ehrhardt)

Das ideale Maschinenkonzept vereint Energieeffizienz, Prozessgenauigkeit, schnelle Zyklen, Wartungsarmut und Kosteneffizienz. Darin waren sich die Teilnehmer des Engel Spritzgießforums 2017 (7. und 8. März, Schwertberg) einig – zunächst. Denn am Ende entscheiden nicht Faustregeln und vordefinierte Parameter über die optimale Maschine, sondern Produkt und Anwendung. „Jede Branche stellt ihre eigenen Anforderungen an die Maschine“, sagte Anwendungstechniker Ivica Puskaric. Dem müsse man als Maschinenhersteller gerecht werden und die entsprechenden Auswahlhilfen bereitstellen.

„Jede Branche stellt ihre eigenen Anforderungen an die Maschine“

Mit wenigen Klicks zur idealen Maschine

In Schwertberg hieß die Zauberformel dafür Digitalisierung. Dosiervolumen, Fülldruck, Schließkraft, Kühlzeit und Schneckendrehzahl lassen sich mit der App „e-calc“ bequem auf dem Smartphone oder Tablet ermitteln. Statt mühsamer Berechnungen sollen Kunden mit nur wenigen Klicks zum gewünschten Ergebnis kommen. „Die Zukunft macht auch hier nicht halt. Hoffentlich macht sie mich nicht überflüssig“, so Puskaric. Um seinen Job bangen muss er aber trotzdem nicht. Denn so einfach ist es dann wohl doch nicht: „Das mag bei Standardprodukten funktionieren, aber nicht bei technisch anspruchsvollen Anwendungen […]

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Die Kunststoffindustrie zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Rund 70 Teilnehmer folgten der Einladung der Industrieverbände HessenChemie und PlasticsEurope zur Veranstaltung „Kunststoff in Hessen“ in Wiesbaden. Im Fokus stand vor allem das Thema Nachhaltigkeit. Dabei zeigte sich, dass Wünsche und Ansprüche an den Werkstoff nicht gegensätzlicher sein könnten.

Tarek Al-Wazir, Bündnis 90/Die Grünen: Tarek Al-Wazir, Bündnis 90/Die Grünen: „Wenn wir im Nordpazifik mehr Kunststoffpartikel als Plankton finden, dann haben wir ein Problem“ (©Arne Landwehr/Flickr)

Tarek Al-Wazir, Bündnis 90/Die Grünen: Tarek Al-Wazir, Bündnis 90/Die Grünen: „Wenn wir im Nordpazifik mehr Kunststoffpartikel als Plankton finden, dann haben wir ein Problem“ (©Arne Landwehr/Flickr)

Architektur und Design leben von vielseitiger Gestaltung in Verbindung mit Funktionalität. Dafür braucht es die richtigen Werkstoffe, die Raum für Kreativität lassen. Wie das in der Praxis aussieht, zeigt der HessenChemie Campus, ein Niedrigenergiehaus, in Wiesbaden. Das Niedrigenergiehaus steht für energieeffizientes Bauen, moderne Energieversorgung und einen schonenden Umgang mit Ressourcen. Kein Wunder, dass vor allem Politiker von der Fraktion Die Grünen dem Gebäude gerne einen Besuch abstatten. So wie auch Tarek Al-Wazir, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung.

Al-Wazir sprach nicht nur das Grußwort, sondern gab der Veranstaltung auch ihre Marschrichtung. Denn obwohl Kunststoffe in vielen Wirtschaftszweigen von der Medizintechnik bis zur Mobilität Antreiber sind, fehle es dem Werkstoff selbst an eigener Innovationskraft. „Wir brauchen auch Innovationen, um Kunststoffe effizienter zu produzieren und umweltverträglicher, vor allem besser recycelbar und damit zu einem Teil einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft zu machen“, so der Minister. Das sei entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit der Kunststoffindustrie.

Hohe Beständigkeit und schnelle Abbaubarkeit

In seiner Ansprache ging Al-Wazir auch auf die Schattenseiten ein. Denn trotz aller Vorteile, dürfe man eine Frage nicht außer Acht lassen: Wo enden Kunststoffprodukte? „Wenn wir im Nordpazifik mehr Kunststoffpartikel als Plankton finden, dann haben wir ein Problem“, mahnte der Minister. Nur mit einer sinnvollen und wirkvollen Kreislaufwirtschaft könne das gelöst werden […]

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Die Natur als Vorbild: Künstliche Spinnenseide für Textilien

Robust, elastisch und belastbar: Aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften ist Spinnenseide ein Material, das für Biologen und Produktentwickler gleichermaßen interessant ist. Einem deutschen Unternehmen ist es gelungen, die Faser künstlich herzustellen. Unter dem Namen „Biosteel“ ist sie für den Einsatz in Hightech-Textilien vorgesehen, etwa für Sport, Medizin und Militär.

Performance-Schuh aus Biosteel: Der Futurecraft Biofabric ist der erste Schuh aus der künstlichen Spinnenseide (© Instagram/Adidas)

Performance-Schuh aus Biosteel: Der Futurecraft Biofabric ist der erste Schuh aus der künstlichen Spinnenseide (© Instagram/Adidas)

Spinnen sind Seidespezialisten. Jede der über 41 000 Arten hat ein eigenes Set an Seidenfäden zur Verfügung. Spinnenseiden können fester als Stahl und dehnbar wie Gummi sein. Sie sind vollständig recycelbar, leicht und wasserfest, besitzen aber trotzdem ein hohes reversibles Wasseraufnahmevermögen.

Da Spinnen sich als Zuchttiere nicht eignen, war eine industrielle Fertigung solcher Fäden lange nicht möglich. Daher wurden seit den 1980er-Jahren Anstrengungen unternommen, die Erbinformation der Spinnenseide in industriell produzierbare Mikroorganismen wie Hefen oder Bakterien einzubauen und so Spinnenseidenproteine biotechnologisch herzustellen.

Die Art und Weise, wie Spinnen ihre Netze bauen, faszinierte auch Prof. Thomas Scheibel, Leiter des Lehrstuhls für Biomaterialien der Universität Bayreuth und Gründer der AMSilk GmbH in Planegg bei München. Der Biochemiker setzte sich in den Kopf, die chemischen und mechanischen Prozesse, die beim Erzeugen der Seidenfäden ablaufen, zu erforschen und technisch nachzuahmen – mit Erfolg. Scheibels Team gelang es 2008 zusammen mit Arbeitsgruppen von TUM-Professor Andreas Bausch und Horst Kessler vom Institute for Advanced Study der TUM erstmals, einen künstlichen Spinnkanal zu bauen […]

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