Schlagwort-Archive: Kunststoffe

Fashion: Kunststoffe in nachhaltiger Sportmode

Nachhaltige Sportbekleidung ist längst zu einem Trend mutiert. Gab es bis vor einigen Jahren ein paar ausgewählte kleine Unternehmen, betreten heute immer mehr Player das Spielfeld. Aber was daran ist nachhaltig? Kleiner Spoiler: Die Materialien sind es in der Regel nicht. 

Läufer dehnt sich Schmuckbild, Pixabay)

Nachdem ich dieses Jahr bereits über 293 Kilometer (Stand 22. Juni 2020) quer durch München gejoggt bin, ist es an der Zeit für eine neue Laufhose. Und nachdem der Nachhaltigkeitstrend auch die Sportmode erreicht hat und auch ich ab und an das Gefühl habe, ich könnte durchaus einen kleinen Beitrag für die Umwelt leisten, lasse ich mich gerne von einem der selbst ernannten grünen Labels überzeugen. Dabei sind Preis und Optik tatsächlich zweitrangig. Das aktuelle Modell ist von Tchibo, schwarz, kostet 17,99 Euro und besteht aus Polyester sowie Elasthan. In beiden Fällen handelt es sich offensichtlich um Kunststofffasern und hat mit Nachhaltigkeit relativ wenig zu tun.

Weiterlesen

Biokunststoffe: Grün ist meist nur das Gewissen

Nicht erst durch den Vorstoß der EU sind Kunststoffe in Verruf geraten. Für die Industrie heißt das: Ersatzprodukte müssen her, zum Beispiel in Form von Biokunststoffen. Aber ist die grüne Alternative auch wirklich immer die nachhaltigste Lösung?

Allein in Deutschland werden jährlich rund 3,1 Mrd. Kapseln verbraucht.

Allein in Deutschland werden jährlich rund 3,1 Mrd. Kaffeekapseln verbraucht.

Ja, auch ich besitze einer diesen bösen Kapselmaschinen. Und nach jedem neuen Ladenbesuch stieg das schlechte Gewissen. Vor allem, weil ich auch zu den faulen Menschen gehöre und die Kapseln nicht richtig entsorge. Schande über mein Haupt. Also was tun? Die Maschine wegschmeißen, ist nun auch keine Option. Zum einen hat das gute Teil Geld gekostet und zum anderen ist unnötiger Elektroschrott auch nicht die Lösung. Im Idealfall fängt man ja immer an der Wurzel des Problems an. Womit wir wieder bei der Kapsel wären.

Weiterlesen

Mikroplastik: Löchrige Selbstverpflichtung

Es wird knapp. Bis 2020 will die Kosmetikindustrie auf Mikroplastik in ihren Produkten verzichten – freiwillig. Problem bei dieser Selbstverpflichtung ohne Regeln: Die wenigsten setzen sie durch. Nach wie vor verwenden viele Hersteller Mikroplastik in ihren Produkten. Das zeigt auch das Ergebnis einer Greenpeace-Bewertung von 22 deutschen Firmen.

Mikroplastik aus Kosmetikprodukten: Die Selbstverpflichtung der Industrie reicht nicht aus (© BUND/S. Glinka)

Mikroplastik aus Kosmetikprodukten: Die Selbstverpflichtung der Industrie reicht nicht aus (© BUND/S. Glinka)

Einseifen, abwaschen, runterspülen – so gelangen jährlich allein rund 500 Tonnen Polyethylen aus Kosmetika hierzulande in die Umwelt. Die meisten Kläranlagen sind jedoch mit den winzigen Partikeln überfordert und können diese nicht vollständig herausfiltern. Also landen sie in unseren Flüssen und Meeren. Dort lagern sich die Kunststoffteilchen im Sediment an und werden zur Nahrung für Muscheln und andere Meerestiere. In Ländern wie den USA und Kanada ist Mikroplastik in Kosmetik inzwischen verboten. In Deutschland hat man auf freiwillige Zugeständnisse der Industrie gesetzt.

Weiterlesen

SofaWiki: Biokunststoffe

Verpackungen, PET-Flaschen oder Plastiktüten – Kunststoffe sehen wir an jeder Ecke. Und trotzdem gelten sie als die Bösewichte unserer Zeit. Vor allem die zunehmende Verschmutzung der Meere trägt nicht gerade zu einem Imagewechsel bei. Nötig hätte das der Werkstoff freilich nicht. Denn Kunststoff hat auch seine Vorzüge: Er ist leicht, haltbar und günstig. Deswegen geht der Trend auch immer mehr zu Biokunststoffen.

Haushaltwaren aus Biokunststoffen auf Basis von Rohrzucker (© Coza/Tecnaro)

Haushaltwaren aus Biokunststoffen auf Basis von Rohrzucker (© Coza/Tecnaro)

Schätzungsweise ein Prozent aller Kunststoffe sind inzwischen aus Biokunststoff. Heute noch ein Nischenprodukt, prophezeien Experten ein starkes Wachstum, insbesondere auf dem Verpackungsmarkt. Auch im Kampf gegen Marine Litter soll die Werkstoffklasse helfen. Problem: Bio ist nicht gleich bio und nicht jede grüne Alternative ist am Ende biologisch abbaubar.

Weiterlesen

Auf dem Prüfstand

Die Digitalisierung und Vernetzung der gesamten Produktion geht auch an der Mess- und Prüftechnik nicht spurlos vorbei. Flexibilität ist dabei wichtiger denn je. Die Systeme und Verfahren müssen sich schnell und effizient an neue Vorgaben anpassen, ohne dass die Qualität der Ergebnisse leidet.

Das Dashboard-Menü des IntraVisualizer zeigt den jeweils aktuellen Stand der Produktion mit Auswurfgründen an (© Intravis)

Das Dashboard-Menü des IntraVisualizer zeigt den jeweils aktuellen Stand der Produktion mit Auswurfgründen an (© Intravis)

Pipette, weißer Kittel und viel Handarbeit. So stellen sich wohl die meisten die klassische Qualitätskontrolle vor. Dass dieses Bild mit der modernen Mess- und Prüftechnik nicht viel gemeinsam hat, konnten die Besucher auf der K2016 sehen. Hochsensible Sensoren und intelligente Computerprogramme messen online; geprüft wird direkt in der Produktionslinie. Die Messergebnisse liegen dabei als gigantische Datenmenge global zur Verfügung. Entscheidend für den Erfolg der Systeme und Verfahren ist allerdings, welchen Nutzen der Betreiber aus ihnen ziehen kann und in welchem Kontext sie verwendet werden.

Fehler erkennen bevor sie entstehen

„Das Sammeln von Prozessdaten gibt dem Anwender erst einmal keine Rückschlüsse“, sagt Markus Juppe von der Intravis GmbH, Aachen. Um zu verstehen, was da passiert, benötige er eine Visualisierung der Messergebnisse. Dafür stellt das Unternehmen den IntraVisualizer zur Verfügung. Die Analysesoftware bezieht alle Daten von einem Webserver und wandelt die Messergebnisse in Diagramme um. Der Anwender kann so alle entsprechend ausgerüsteten Linien parallel überwachen. Die Entwicklung unterschiedlicher Produkteigenschaften lässt sich auf dem Bildschirm verfolgen. Die Software ist per Touchscreen und auf jedem gängigen Internetbrowser bedienbar. […]

Den vollständigen Beitrag findet ihr hier.