Schlagwort-Archive: Medizin

Wie Dr. Watson seine Zauberkraft verlor

Mithilfe von Daten und Künstlicher Intelligenz sollen Krankheiten nicht nur schneller diagnostiziert, sondern auch effektiver behandelt werden. Vor allem IBM rührt dabei ordentlich die Werbetrommel. Nun kommt raus: Das Märchen vom fabelhaften Dr. Watson muss womöglich neu geschrieben werden.

Meister der künstlichen Zuberei: IBMs Watson © Pixabay

Meister der künstlichen Zuberei: IBMs Watson © Pixabay

Das Gute an Märchen ist, sie müssen nicht wahr sein. Und trotzdem eröffnen sie uns eine Welt, in der Fleiß und Gutmütigkeit stets belohnt werden, die Bösen am Ende ihre gerechte Strafe erhalten und der Prinz und das tapfere Mädchen glücklich bis ans Ende ihrer Tage leben. Die sind wahrscheinlich immer noch nicht gezählt sind, denn in Märchen gibt es keine Krankheiten – zumindest keine unheilbaren. Aber wenn, dann käme der große Zauberer Dr. Watson und würde jedes noch so hartnäckige Geschwür mit seiner Medizin besiegen. Aber Watson zaubert nicht mit Reagenzien und Feenstaub – die Kinder von heute sind da etwas anspruchsvoller. Nein, der große Watson heilt mithilfe von Daten und Künstlicher Intelligenz (KI). Damit ist er nicht nur schneller, sondern auch exakter als seine kleinen Arzt-Freunde.

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In der Nische liegt die Kraft

Dünn, leicht und flexibel sind Eigenschaften, die die gedruckte und organische Elektronik auszeichnen. Diese Vorzüge ermöglichen in vielen Bereichen völlig neue Anwendungen – auch in der Medizin. Ideen gibt es viele, nur für die Serienproduktion reicht es noch nicht für alle.

© sofawissen.com

Hauptsache smart! Egal ob Kleidungsstücke, Accessoires, Verpackungen, Fassaden oder Fahrzeuge, immer mehr Gegenstände in unserem Alltag werden dank kleiner und flexiblen Sensoren intelligent. Mit herkömmlichen Herstellungsverfahren lassen sich diese nicht mehr fertigen. Alternativen müssen her, zum Beispiel in Form von gedruckter und organischer Elektronik – nicht zu verwechseln mit 3D-Druck.

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Wearables: Trainieren für den Medizineinsatz

Verbraucher erwarten von Wearables ausdauernde, zuverlässige und kompakte Geräte. Das gilt in der Medizin genauso wie im Fitness- und Sportbereich. Zweiter hat sich dabei zum Trendbarometer entwickelt, das zeigt, was Wearables leisten können und was ihre Schwachstellen sind.

© sofawissen.com

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»In einem gesunden Körper steckt ein gesunder Geist«, lautet ein bekanntes Sprichwort. Anne Kissner könnte sich das durchaus auf ihre Trainingsklamotten nähen und es als Merchandising an ihre 377.100 Follower verkaufen. Denn die 29-jährige Fitness-Bloggerin aus Endingen hat nicht nur Muskeln, sondern auch Köpfchen. Hauptberuflich arbeitet sie als Rechtsanwältin. Ihr Blog – ein Gemeinschaftsprojekt mit ihrem Mann Daniel Henninger – ist bisher mehr Hobby als Vollzeitjob, aber ein sehr erfolgreiches. Daher war Kissner auch das prominente Aushängeschild von Samsung auf der Ispo 2018 (28. bis 31. Januar) in München.

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„Ein Datenberg allein hilft niemandem“

© Pixabay

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Big Data in der Medizin geht weit über das Sammeln und Analysieren komplexer Daten hinaus. Es ist das Versprechen auf eine bessere und vor allem persönlichere Behandlung, unabhängig von Patient und Erkrankung. Bisher ist das kaum mehr als eine schöne Vorstellung. Julia Hagen, Referentin für Health & Pharma beim Digitalverband Bitkom, erklärt im Interview, wie diese Realität werden kann.

Wie wird Big Data die Medizin verändern?

Julia Hagen: Big Data bietet vielseitige Möglichkeiten für die Medizin. Ein Beispiel ist die Forschung, wo wir durch die Verknüpfung unterschiedlicher Daten neue Erkenntnisse gewinnen können. Wir sind heute in der Lage, große Datenmengen zu analysieren und auf diese Weise Muster zu erkennen und Hypothesen zu entwickeln, auf die wir ansonsten nicht gestoßen wären. Das wird der Medizin helfen, die Entstehung von Krankheiten besser zu verstehen und diese so früher zu erkennen. Auch in der Verknüpfung von Forschung und Therapie kann sich ein direkter Mehrwert für Patienten ergeben.

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Die digitale Scheu ablegen

Versorgung, Digitalisierung und Finanzierung waren die großen Themen des 16. Europäischen Gesundheitskongress in München. Dabei zeigte sich, Mensch und Maschine werden in Zukunft noch enger zusammenarbeiten – sofern wir es zulassen.

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Der 48-jährige Tim hat Schmerzen in der Brust. Es geht ihm schlecht. Seine Assistentin DINA führt ein ersten Standard -Check durch. Die notwendigen physiologischen Daten erhält sie über einen Handgelenk-Scanner. Auf den ersten Blick scheint alles in Ordnung, DINA gibt Entwarnung. Tim möchte sich jedoch eine zweite Meinung einholen. Seine Assistentin organisiert daher einen Termin mit Tims Ärztin. Zwei Stunden später kann auch sie via Videotelefon Entwarnung geben.

Wäre DINA ein Mensch, sie würde wohl spätestens zu Weihnachten ein großes Dankeschön erhalten. Aber DINA ist kein Mensch. DINA ist die Zukunft. Die digitale All-in-One-Assistentin ist Teil des » IGES Future Script«, das auf dem 16. Europäischen Gesundheitskongress vom 12. bis 13. Oktober 2017 in München vorgestellt wurde. Es zeigt, wie die medizinische Versorgung im Jahr 2037 aussehen könnte – individuell, ohne Hektik und digital. Die Weichen dafür werden bereits heute gelegt […]

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