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Fast Fashion: Polyester all over me

Immer mehr, immer öfter, immer billiger! Fast Fashion bringt die Mode von den Laufstegen in New York, Mailand und Paris in die H&Ms, Zaras und Primarks um die Ecke. Das Fashionista-Herz schlägt höher, die Umsätze steigen. Problem: Diese Entwicklung haben wir nicht etwa einer tollen Maschine oder Wundernaturfaser zu verdanken. Nein, das Zaubermittel der Modeinsdustrie heißt Polyester. Und das hält auch ungetragen noch lange was es verspricht.

60 neue Kleidungsstücke kauft sich jeder Deutsche im Jahr (© Pixabay)

60 neue Kleidungsstücke kauft sich jeder Deutsche im Jahr (© Pixabay)

Etwa 60 Kleidungsstücke kauft jeder Deutsche durchschnittlich pro Jahr. Mehr als ein Teil pro Woche. Für 60 neue Teile braucht Kessy kein Jahr, nur mehr Sendzeit: eine Bluse für 13 Euro, ein Pullover für acht Euro, ein T-Shirt für drei Euro – 13 Kleidungsstücke präsentiert die junge Frau in knapp 13 Minuten. Hinzu kommen Ohrringe, Haarbänder, Schminkutensilien und weiterer Krimskrams. 

„Haul“ heißt das Videoforamt, bei dem YouTuber ihre jüngsten Schnäppchen-Ausbeuten präsentieren. Wie die Kampfpreise zustande kommen, scheint dabei nebensächlich – Quantität statt Qualität. Das Prinzip Wegwerf-Mode funktioniert, nicht zuletzt auch weil die meisten Musthaves aus Polyester bestehen. Während Plastiktüten, Kunststoffverpackungen und Coffee-to-go-Becher heute als Ökosünde gelten, enthalten fast 60 Prozent der Kleidung mittlerweile Polyester.

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Recycling: Schildkröten interessieren sich nicht für Mode

Wiederverwertung ist in der Mode schwer angesagt. Schuhe, Trikots oder Rucksäcke: Was man alles aus so einer PET-Flasche machen kann – beeindruckend! Gleich mehrere Hersteller wollen mit ihren Klamotten die Meere sauber machen. Grünfärberei oder sinnvolle Initiative?

Nicht besonders schick, aber nachhaltig: Das Modell Re- Kånken besteht aus alten PET-Flaschen (© Fjällräven)

Nicht besonders schick, aber irgendwie nachhaltig: Das Modell Re- Kånken besteht aus alten PET-Flaschen (© Fjällräven)

Eckig, kantig und irgendwie schmucklos. Nein, besonders schön ist der Kånken nicht. Und dennoch erfreuen sich die bunten Fjällräven-Rucksäcke einer wachsenden Beliebtheit. Vor allem junge Hipster-Mamis aus Hamburg reißen sich um den Beutel. Und der Ansturm könnte noch weiter wachsen. Denn das schwedische Unternehmen hat ein ganz besonderes Material für sich entdeckt: Kunststoffabfall. Re- Kånken heißt das Modell, das seit diesem Sommer für fast 90€ den Besitzer wechselt. Re, ihr wisst schon, wie Re-cycling. Die Neuaflage wurde aus elf PET-Flaschen hergestellt. Fjällräven ist allerdings nicht das erste Unternehmen, das den Trend zum Treibgut für sich entdeckt hat.

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