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Erfahrungen kann kein Computer ersetzen

Mithilfe von Computerprogrammen werden Strukturen und Belastungen simuliert, um so Aussagen über die Beständigkeit eines Bauteils zu treffen. Das soll die Produktentwicklung nicht nur effizienter, sondern vor allem kostengünstiger machen.

Bei der FSG gewinnt nicht das schnellste Auto, sondern das Team mit dem besten Gesamtpaket aus Konstruktion und Rennperformance, Finanzplanung und Verkaufsargumenten (© FSG)

Bei der FSG gewinnt nicht das schnellste Auto, sondern das Team mit dem besten Gesamtpaket aus Konstruktion und Rennperformance, Finanzplanung und Verkaufsargumenten (© FSG)

Lange musste er sich keine Gedanken um seine berufliche Zukunft machen. Doch die zunehmende Digitalisierung in der Entwicklung neuer Autos könnte auch den Crashtest-Dummy seinen Job kosten. Der Crashtest der Zukunft wird aller Wahrscheinlichkeit nach am Computer stattfinden. Schon heute sind digitale Modelle und softwaregestützte Simulationen unverzichtbare Werkzeuge für die Entwickler. Wie wichtig die strukturmechanische Analyse für die Automobilbranche ist, konnten auch die Besucher der diesjährigen Formula Student Germany (FSG) sehen. So ist die Simulation ein wichtiges Kriterium in der Kategorie Engineering Design. Der Konstruktionswettbewerb für Studenten fand vom 28. Juni bis 2. Juli am Hockenheimring statt.

Im Zwiespalt mit der leichten Bedienung

Das Wettbewerbskriterium und die vielen Simulationen der Teams lockten auch zahlreiche Sponsoren an. So unterstützt der Softwareanbieter Ansys Deutschland GmbH, Darmstadt, verschiedene Teams nicht nur finanziell, sondern bietet den Teilnehmern jedes Jahr auch eine kostenlose Version sowie einen Workshop an.

Kevin Wehner vom Team DHBW Engineering Stuttgart benutzte ein anderes Programm. Für die Simulation der Radträger und Aluminiumbauteile des Rennautos eSleek15 verwendete er das CAE-Paket Altair Hyperworks der Altair Engineering GmbH, Böblingen. Nach einer Grundlagenschulung vertiefte er seine Kenntnisse mithilfe der auf der Homepage des Unternehmens verfügbaren Dokumentation und verschiedenen Übungen. Für die Simulation und Optimierung der Bauteile gab er die entsprechenden Parameter in das Programm ein und ließ die in der Software bereits integrierte Methode der Finiten Elemente (FEM), das am häufigsten verwendete Simulationsverfahren, rechnen.

Genau hier sieht der diesjährige FSG-Juror Karsten Stammen das Problem. „Die Programme sind immer leichter zu bedienen, ohne dass die Methode dahinter wirklich verstanden wird“, kritisiert er. An den Universitäten werde die Theorie zu wenig an konkreten Beispielen geübt. Welche Parameter tatsächlich für die Simulation wichtig sind, ist von Bauteil zu Bauteil verschieden. Vielen Teams fehle die Routine […]

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